Wer unsere Windenergieanlage genauer beobachtet hat, dem ist sicher aufgefallen, daß sie sich oft etwas langsamer gedreht hat als die drei benachbarten baugleichen Anlagen. Das lag daran, daß eine notwendige Netzverstärkung vom Netzbetreiber noch nicht fertig gestellt war. (Auch wenn das eigentlich schon für Oktober 2015 zugesagt gewesen war ...) Daher durften wir nicht mit voller Leistung sondern nur gedrosselt einspeisen. Seit Mittwoch, 6. April 2016, ist diese Drosselung nun aufgehoben und wir dürfen ungebremst einspeisen.

Eine weitere gute Nachricht: Im März wurde unsere Anlage von einem Sachverständigen abgenommen. Laut dem Gutachten sind zwar noch einige kleinere Restarbeiten zu erledigen, aber insgesamt ist unsere Anlage in einem sehr guten Zustand.

Das Jahr 2015 war für die BEA sehr ereignisreich. Im Mai wurde mit dem Bau des Fundaments unserer WEA begonnen und bereits im Juni wurden die Turmsegmente aus Stahlbeton aufeinander getürmt.  Nachdem die Spannlitzen vorgespannt waren, kehrte für einige Wochen Ruhe auf der Baustelle ein. Ende August wurde schließlich der Errichterkran mit seinem 160 m hohen Ausleger aufgestellt, Stahlturm und Gondel wurden hochgezogen und die 58,5 m langen Rotorblätter geliefert. Die drei Blätter wurden noch in der Nacht auf Fertigungsfehler überprüft, für gut befunden und zum Stern verschraubt. Leider kam dann so starker Wind auf, dass die für den 4. September nachmittags geplante „Hochzeit“, nämlich die Montage des Rotorblattsterns an die Gondel, auf den nächsten windstillen Tag verschoben werden musste.

Auch das knapp 5 km lange Netzanschlusskabel zu unserem Anschlusspunkt an das 20 kV-Netz in Holzkirchhausen wurde schnell verlegt. Insgesamt wurde die BEA WEA genau nach Plan fertig gestellt. Schließlich hatten wir für Oktober 2015 die Zusage des Netzbetreibers, dass wir dann Strom einspeisen dürften.

Aber dem war leider nicht so. Mitte Oktober 2015 haben wir erfahren, dass die vor über einem Jahr angekündigten Netzverstärkungsmaßnahmen, die eine Voraussetzung für die Einspeisung durch unsere WEA waren, noch nicht durchgeführt seien. In Verhandlungen mit dem Netzbetreiber konnten wir dann erreichen zumindest mit einer Teilleistung einspeisen zu dürfen. Daraufhin wurde am 02. Dezember 2015 der Netzanschluss frei geschaltet. Jetzt kann Nordex mit den Arbeiten zum Einfahren der Anlage beginnen. Das wird etwa 4 Wochen in Anspruch nehmen. Wenn dann noch die Netzverstärkungsmaßnahmen abgeschlossen sind, steht einer erfolgreichen Stromproduktion nichts mehr im Weg.

Der Vorstand der Bürgerenergie Altertheim eG ist am Ende eines ereignisreichen Jahres stolz auf  das entgegengebrachte Vertrauen und bedankt sich ganz besonders bei unseren Mitgliedern. Wir freuen uns schon jetzt auf das neue Jahr, in dem unser erstes Windrad Strom produzieren wird und in dem die Baugenehmigung für die BEA WEA II beantragt werden soll.

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2016

Alfred Grimmer, Herbert Thoma und Herbert Friedmann

Am 08. April 2015 kamen mit Vertretern der Firmen Nordex, Max Bögl und Boller Bau alle wichtigen, an der Errichtung unserer BEA WEA beteiligten Firmen mit dem BEA-Vorstand zusammen. Der Anlass für diese Sitzung im Feuerwehrhaus in Oberaltertheim war der bevorstehende Baubeginn unserer ersten WEA. Die Arbeiten auf der Baustelle müssen koordiniert werden, die Bauleiter der verschiedenen Firmen sollten sich kennenlernen und die Terminplanung musste abgestimmt werden. Demnach wird die Firma Boller Bau in der letzten Aprilwoche mit den Erdarbeiten und dem Aushub der Baugrube beginnen. Ab Mitte Mai folgt die Firma Max Bögl mit dem Fundament. Nach gut 4 Wochen wird dann der Betonturm aufgestellt und mit den Spannlitzen vorgespannt. Nach mehreren Monaten Ruhezeit liefert Nordex im September den Kran und montiert zunächst den als Stahlrohr gefertigten Turmkopf und die Gondel unserer WEA.  Anschließend werden die 58,5 m langen Rotorblätter geliefert, geprüft und am Boden an die Nabe angeschraubt. Der „Stern“ mit den drei Rotorblättern wird schließlich vom Kran zur Gondel gehoben und mit dieser „verheiratet“. Nach Abschluss der Verkabelungs- und Montagearbeiten soll die BEA WEA gegen Ende Oktober 2015 das erste Kilowatt Strom ins Netz einspeisen.

Wenn alles weiter so gut im Plan bleibt wie bisher, werden wir Ende diesen Jahres feststellen können, dass die BEA die ursprünglich veranschlagten Baukosten in Höhe von 4,4 bis 4,5 Mio. € nicht nur eingehalten, sondern voraussichtlich unterschritten hat. Dafür gibt es mehrere  Gründe. Die BEA hat nicht nur ein straffes Kostenmanagement betrieben und jeden Pfennig zweimal umgedreht, bevor er ausgegeben wurde, sondern es war uns auch möglich, durch Nachverhandlungen die Zinsen des Bankdarlehens merklich zu senken und wir konnten uns einen Netzanschlusspunkt  in Holzkirchhausen sichern. Dadurch konnte die Leitungslänge auf weniger als 5 km verkürzt werden. Entsprechend sind die Kosten für die Verkabelung beträchtlich gesunken.

Vor diesem Hintergrund wurde in den letzten Wochen mit der Planung für die BEA WEA Nr. 2 begonnen. Wir wollen demnächst den Antrag auf die Baugenehmigung stellen und haben uns vorgenommen, bis Ende 2016 mit der BEA WEA 2 ans Netz zu gehen. Das ist durchaus realistisch, da wir einen Teil der notwendigen Vorarbeiten schon geleistet haben und vor allem eine gut funktionierende Genossenschaft als stabile Grundlage haben. Da die BEA WEA 2 vollständig auf Gemeindegrund errichtet werden soll, werden alle Altertheimer Bürger in Form von Pachteinnahmen davon profitieren.

In der Generalversammlung der Bürger-Energie Altertheim eG am 02. September 2014 haben wir die damalige Zeitplanung mit Baubeginn im Januar 2015 erläutert. Nach der Generalversammlung ist es uns gelungen, einen deutlich näher gelegenen Netzanschlusspunkt im Netz des Bayernwerks in Holzkirchhausen zu erhalten. Dieser Netzanschlußpunkt ist jedoch erst ab Ende des dritten Quartals 2015 verfügbar, da der Netzbetreiber noch eigene Netzverstärkungsmaßnahmen durchführen muß.

Der Baubeginn unseres Windrades verschiebt sich daher ins zweite Quartal 2015, die Fertigstellung voraussichtlich ins vierte Quartal 2015. Durch diese Verschiebung ergeben sich zwei wichtige Vorteile:

  • Deutlich niedrigere Kosten für den Netzanschluss, da der Kabelweg zum neuen Anschlusspunkt in Holzkirchhausen nur ca. 4 km beträgt im Gegensatz zu etwa 10 km nach Werbach, wie nach alter Planung vorgesehen.
  • Durch das weiter gesunkene Zinsniveau ist es uns gelungen, die Finanzierungskosten für das Fremdkapital nochmals zu senken.

 

Eine Summe von insgesamt 11,2 Milliarden Euro haben Deutschlands Stromverbraucher im Jahr 2013 gespart, weil in großem Umfang Erneuerbare Energien ins Stromnetz eingespeist wurden. Das ermittelten jetzt Wissenschaftler der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Für ihr Diskussionspapier mit dem Titel „Deutschland ohne Erneuerbare Energien? – Stromkosten und Versorgungssicherheit ohne die Einspeisung Erneuerbarer Energien in den Jahren 2011-2013“  analysierten sie im Rahmen der Initiative Campus Future Energy Systems (FES) für die Siemens AG die Strompreisentwicklung der vergangenen Jahre.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der FAU Erlangen-Nürnberg sowie bei der Energieregion Nürnberg.

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